Die 10 besten Tipps zum Energiesparen im Büro

Durchschnittlich verbringen wir acht Stunden am Tag bei der Arbeit, wobei immer mehr Menschen in Büros beschäftigt sind. Dementsprechend groß ist der Energiehunger der dort verwendeten Geräte. Denn neben der Beleuchtung und den Computern samt Bildschirmen befindet sich dort ein ganzer Fuhrpark an Elektrogeräten angefangen von den Servern im Keller über Kaffeemaschine und Kühlschrank in der Teeküche bis hin zu den Druckertürmen in den Arbeitsräumen. Ganz gleich, ob im Homeoffice oder in der eigenen Firma – die Energiekosten lassen sich bereits mit einigen einfachen Kniffen deutlich reduzieren.

Die 10 besten Tipps zum Energiesparen im Büro
Bild: mooshny / stock.adobe.com

1. Auf LED-Beleuchtung umstellen

Vielerorts wird dazu geraten, die Deckenbeleuchtung in den Arbeitsräumen abzuschalten und stattdessen energiesparende Schreibtischlampen zu verwenden. Diese Sparmaßnahme wäre zwar hinsichtlich der Stromkosten effektiv, käme jedoch wie ein Bumerang zurück. Warum? Weil zu wenig Licht im Körper die Produktion des Schlafhormons Melatonin triggert. Wer also an den falschen Orten mit dem Licht spart, zieht sich selbst und seinen Mitarbeitern den Stecker.
Das ist insbesondere in der dunklen Jahreszeit fatal, wenn ohnehin nur wenig Tageslicht in die meisten Büros dringt. Eine deutlich bessere Variante ist der Austausch der alten Deckenbeleuchtung gegen moderne LED-Leuchtmittel. Selbst gegenüber den bereits vergleichsweise energiesparenden Leuchtstoffröhren lassen sich so noch einmal gut 50 Prozent Energie einsparen.

2. Licht aus!

Schon unsere Eltern haben uns beigebracht, das Licht zu löschen, wenn wir den Raum für längere Zeit verlassen. Gerade in Büros kann so viel Strom gespart werden. Das gilt im Besonderen für Räume wie die Teeküche, die Toilette oder die Flure, die während eines Arbeitstages nicht acht oder mehr Stunden dauerhaft genutzt werden. Insbesondere in größeren Büros bietet sich für Flure die Installation eines Bewegungsmelders an, der das Licht automatisch an- und abschaltet. Durch die deutliche Einsparung rechnet sich die Investition oft schon nach ein bis zwei Jahren.

3. Die Bildschirmhelligkeit reduzieren

Ein gut ausgeleuchteter Monitor ist für effizientes Arbeiten essentiell. Das gilt vor allem für Tätigkeiten, bei denen es auf Kontraste, Farbechtheit etc. ankommt. An den meisten Bildschirmarbeitsplätzen sind diese Qualitäten aber nicht wirklich gefragt. Und dennoch laufen Computer-Monitore in der Regel auf der maximalen Helligkeitsstufe. Wer die Bildschirmhelligkeit um nur 20 bis 25 Prozent reduziert, spart Strom und wird beim Arbeiten nicht beeinträchtigt. Je mehr Bildschirme vorhanden sind, desto größer ist das Einsparpotential.

4. Niemals den Bildschirmschoner nutzen

Bildschirmschoner sind mit ihren bunten Designs von Unterwasser- oder Weltraumwelten schön anzusehen und schonen den Monitor gegenüber der Anzeige eines Dauerbildes während der Abwesenheit. Was Bildschirmschoner hingegen nicht schonen, ist der Geldbeutel. Denn durch die Animationen müssen Prozessoren und Arbeitsspeicher deutlich mehr Arbeit verrichten als ohne Bildschirmschoner. Die einzig effektive Methode, um den Bildschirm und den Gelbeutel gleichermaßen zu schonen, ist das Abschalten des Geräts beim längeren Verlassen des Arbeitsplatzes.

5. Einstellungen zum Energiesparen nutzen

Manchmal dauert der Gang in die Teeküche doch länger als wir dachten oder wir vergessen einfach den Computer in der Mittagspause oder beim Verlassen des Homeoffice herunterzufahren. In dieser Zeit frisst das Gerät unnötig Strom. Abhilfe verschaffen die Energiespareinstellungen der Geräte, die dafür sorgen, dass der Rechner nach einer gewissen Zeit in den Ruhezustand versetzt und dann schließlich abgeschaltet wird. Sinnvollerweise wird das Gerät so eingestellt, dass der PC nach 15 Minuten in den Ruhezustand geht und sich nach 30 Minuten selbst herunterfährt.

6. Bedarfsgerechte Geräte anschaffen

Die meisten Computer laufen im Büroalltag fast dauerhaft im Leerlauf (IDLE-Modus), da die Hardware mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Browsern bei weitem nicht ausgelastet wird. Gerade bei Computern mit einer sehr leistungsstarken Hardware entstehen hier im Leerlauf dennoch deutlich zu hohe Stromkosten. Daher ist es deutlich besser, Geräte anzuschaffen, die dem Anforderungsprofil des jeweiligen Arbeitsplatzes entsprechen.
Während die meisten Arbeitsplätze also mit stromsparender Hardware ausgestattet werden können, bekommen nur die Workstations, die mit rechenintensiven Prozessen konfrontiert werden, Highend-Hardware. Größere Firmen können ihr IT-System zudem von Arbeitsplatzrechnern auf ein System mit Terminal-Arbeitsplätzen und Zentralrechner umstellen.

7. Kühlenergie im Serverraum sparen

Einer der Hauptenergiefresser ist das Kühlen der Server und Serverräume. Während es früher noch notwendig war, die Serverräume auf 20 Grad Celsius herunterzukühlen, kann die Hardware heute deutlich mehr ab. Serverexperten empfehlen heute eine Temperatur von rund 27 Grad Celsius. In Anbetracht der Tatsache, dass jedes zusätzliche Grad, um das der Raum gekühlt werden muss, den Energieverbrauch um fünf bis sechs Prozent ansteigen lässt, ist das Einsparpotential groß.
Noch größer ist das Einsparpotential bei einem teilweisen oder kompletten Umstieg auf Cloud-Lösungen. Hier stehen die Server nämlich in riesigen Hallen, wo diese deutlich energieeffizienter gekühlt werden können, was zudem die Umwelt schont.
Fun-Fact: Auf Island stehen einige der größten Serverfarmen der Welt. Immerhin minimiert die kühle Umgebung den Kühlaufwand für die Geräte.

8. Stand-by-Modus von Bürogeräten vermeiden

Während sich PCs und Notebooks noch sehr effektiv zum automatischen Energiesparen bewegen lassen, ist das bei anderen heimlichen Energiefressern im Büro nicht der Fall. Unter den Verdächtigen befinden sich hier unter anderem Espressomaschinen, Kaffeevollautomaten und Multifunktionsdrucktürme. All diese Geräte werden am Tag zusammengerechnet meist nicht einmal eine Stunde oder sogar gar nicht gebraucht, laufen aber die verbleibenden sieben Stunden im Stand-by-Modus.
Wer wirklich Strom sparen will, schaltet die Geräte komplett ab oder zieht diesen mit Hilfe einer Kippschalterleiste den Stecker. Zudem sollten alle Geräte und Computer, die nach Feierabend nicht mehr benötigt werden, konsequent abgeschaltet werden. Warum sollte die Kaffeemaschine auch über Nacht im Stand-by-Betrieb Strom fressen?

9. Die Temperatur des Kühlschranks regulieren

Die meisten Büros kommen natürlich nicht ohne einen Kühlschrank aus, in dem die Mitarbeiter ihre Speisen und Getränke unterbringen können. Ebenso wie in den heimischen vier Wänden ist der Kühlschrank aber ein echter Dauerläufer, der 24 Stunden am Tag Energie benötigt. Umso wichtiger ist, dass die Temperatur des Kühlschranks im Büro nicht zu niedrig eingestellt ist, da ähnlich wie bei der Kühlung des Serverraums jedes Grad fünf bis sechs Prozent zusätzliche Energie kostet. In der Regel reicht es völlig aus, das Gerät auf Stufe 1 oder 2 laufen zu lassen, um die empfohlenen sieben Grad Celsius zu erreichen.

10. In moderne Geräte investieren

Alte Röhrenmonitore, leicht vergilbte Laserdrucker von vor 15 Jahren und betagte Rechner gehören zu den schlimmsten Stromfressern überhaupt. Im Verhältnis zum Mehrwert, den sie im Büroalltag stiften, ist ihr Energiehunger deutlich zu hoch und nicht mehr zeitgemäß. Moderne Geräte mit einer hohen Energieeffizienzklasse erledigen die gleichen Aufgaben nicht nur zu einem Bruchteil der Energiekosten, sondern meist auch noch deutlich besser und schneller.
Allein der Umstieg von klobigen Röhrenmonitoren, die es tatsächlich noch in vielen Büros gibt, auf moderne LED-Bildschirme kann den Stromverbrauch leicht auf ein Fünftel reduzieren. Zudem lohnt es sich, auf Multifunktionsgeräte zu setzen, die gleichzeitig von mehreren Mitarbeitern zentral über das Netzwerk genutzt werden. So reduziert sich die Anzahl der stromfressenden Geräte im Büro nochmals drastisch.

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