Matcha – kostbares und vielseitiges Superfood in Grün

Matcha – der feste Bestandteil jeder japanischen Tee-Zeremonie wurde in den vergangenen Jahren auch hierzulande immer beliebter. Übersetzt bedeutet das japanische Wort Matcha nichts anderes als „gemahlener Tee“.

Matcha – kostbares und vielseitiges Superfood in Grün
Bild: Yingko / stock.adobe.com

Das grüne Teepulver wird wegen seines Koffeingehalts nicht nur als gesünderer Kaffee-Ersatz gesehen, sondern verfügt über viele zellschützende Antioxidantien. Neben der traditionellen Zubereitung mit heißem Wasser kann Matcha auch in Smoothies, Shakes und Kuchen verarbeitet werden. Wissenswertes zur Herstellung, seiner Eigenschaft als Superfood und den Einsatzmöglichkeiten in der Küche dieses grünen Powerspenders gibt es hier.

Die Herstellung von Matcha

Im Gegensatz zu normalem grünem Tee ist die Herstellung von Matcha deutlich aufwendiger. Es werden ausschließlich Blätter der Tencha-Pflanze verwendet, die bis zu zwei Monate länger wachsen als bei anderen Teesorten. Zudem werden die Blätter ungefähr einen Monat vor der Ernte mit Bambusmatten und Netzen abgedeckt, um sie vor Sonnenlicht zu schützen. Auf diese Weise erhalten sie besonders viel Chlorophyll und können länger reifen.

Für die Produktion werden die Teeblätter vollständig gedämpft und getrocknet. Da für Matcha nur das Blattgewebe benutzt wird, werden Stängel und Blattadern entfernt. Das übrig gebliebene Blattgewebe wird schonend und traditionell auf Mühlen aus Granitstein gemahlen. So erhält das Matchapulver seine Feinkörnigkeit und seine typisch hellgrüne Farbe. Die Herstellung von Matcha ist im Vergleich zu herkömmlichen Teesorten nicht nur aufwendig, sondern auch zeitintensiv. Um 30 Gramm gemahlenes Matchapulver zu gewinnen, wird über eine Stunde benötigt.

Auch mit seinem hohen Preis hebt sich Matcha von anderen Teesorten ab. Hierzulande sind 30 Gramm für durchschnittlich 50 Euro erhältlich. Dieser hohe Preis wird von mehreren Faktoren bestimmt: einerseits die anspruchsvolle Pflege und Herstellung, andererseits macht die Tencha-Pflanze nur ein Prozent aller japanischen Teesorten aus. Dies macht Matcha zu einem äußerst seltenen Tee. Nur rund vier Prozent des in Japan hergestellten Matcha werden in andere Länder exportiert.

Das Superfood Matcha

Als bekanntester Inhaltsstoff gilt Koffein, weshalb Matcha häufig auch als „gesunde Alternative“ zu Kaffee genannt wird. Tatsächlich sind in einer Tasse aus vier Gramm Matchapulver ungefähr 150 Milligramm Koffein enthalten, was in etwa der Menge eines Espressos entspricht. Allerdings ist das Koffein von den im Tee ebenfalls enthaltenen Gerbstoffen abhängig und damit im Gegensatz zum isolierten Koffein im Kaffee wesentlich verträglicher.

Neben dem Koffein ist Matcha eine wahre Vitamin-Bombe, die so manches Obst in den Schatten stellt. Neben den Vitaminen B1, B2 und B3, sind auch Vitamin E, Vitamin C und Vitamin K, sowie die Mineralstoffe Calcium und Kalium enthalten. Zudem ist Matcha besonders reich an Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A, das für die Sehkraft, die Haut und den Stoffwechsel notwendig ist.

Aufgrund seiner hohen antioxidativen Kraft wird Matcha auch als Superfood bezeichnet. Neben Beta-Carotin schützen vor allem die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe bis zu 100 Mal stärker als Vitamin C vor freien Radikalen und Schadstoffen im Körper. Der hohe Chlorophyll-Gehalt verleiht Matchapulver nicht nur die leuchtend grüne Farbe – er steigert die Abwehrkräfte und unterstützt beim Aufbau neuer Blutzellen. Zudem lindert er Entzündungen und verbannt Gifte, die zu Krankheiten wie Krebs führen können, aus dem Körper.

Matcha als Zutat in Getränken und Speisen

In der traditionellen japanischen Tee-Zeremonie wird ein Gramm Matcha in einer Schale mit zehn Milliliter heißem Wasser (80 Grad) aufgegossen und mit einem Bambusbesen 15 Sekunden aufgeschäumt. Es schmeckt leicht süß, grasig und herb. Zudem enthält es durch den hohen Grad an Aminosäuren Umami-Nuancen.

Mit seinem besonderen Geschmack und der intensiven Farbe ist Matchapulver aber auch eine tolle Zutat zur Zubereitung von anderen Speisen und Getränken. Herzhafte Gerichte wie Eintöpfe oder Suppen lassen sich mit Matcha wunderbar aufpeppen und auch Säften, Smoothies oder Joghurt verleiht das grüne Pulver geschmacklich das gewisse Etwas. Beim Backen kann Matcha ebenfalls eingesetzt werden. Mit drei bis fünf Teelöffeln Matchapulver erhalten helle Teige und Cheesecakes nicht nur ein fruchtig-herbes Aroma, sondern der Teig auch eine aufregende Farbe. Auch zur natürlichen Färbung von Nudeln oder Reis eignet sich Matchapulver hervorragend.

Matcha ist durch und durch ein spannendes Produkt: Neben der aufwendigen Herstellung und seinen vielen guten Inhaltsstoffen hebt es sich insbesondere durch seine Vielseitigkeit in der Küche von anderen Teesorten ab. Wahrlich ein grünes Kraftpaket aus der Natur!

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