Nachhaltige Weihnachtsmärkte – Ein Trend erobert Deutschland

Weihnachtsmärkte verströmen in der kalten Jahreszeit einen ganz besonderen Zauber. Geschmückte Buden, lebende Krippen, das Lichtermeer, Aromen von Glühwein, Lebkuchen und Bratwurst ziehen Klein und Groß in ihren Bann. Und auch in diesem Jahr wollen einer repräsentativen Befragung von YouGov zur Folge wieder 71 Prozent der Deutschen einen Weihnachtsmarkt besuchen. Entweder, um dort einen besinnlichen Abend zu verbringen oder nach besonderen Geschenken für die Lieben zu suchen.

Nachhaltige Weihnachtsmärkte – Ein Trend erobert Deutschland
Bild: deagreez / stock.adobe.com

Mehr Nachhaltigkeit ohne Verzicht

Leider sind viele Weihnachtsmärkte in den vergangenen Jahren zu Ramschveranstaltungen mit Billigkitsch, gepanschtem Glühwein, faden Bratwürsten und riesigen Müllbergen verkommen. Neben zahlreichen grünen Festivals, über die wir schon in unserem Blog berichtet haben, gibt es auch bei Weihnachtsmärkten einen Trend: den nachhaltigen Weihnachtsmarkt. Wenn man es einmal zusammenfassen darf: Von der Weihnachtsmarktromantik und der mitunter sogar vorhandenen Nachhaltigkeit vergangener Tage, ist oft nicht mehr viel übriggeblieben. Ein Blick darauf, was Weihnachtsmarktbesucher in Deutschland am meisten an Weihnachtsmärkten schätzen, gibt aber direkt einen Hinweis darauf, wo der Nachhaltigkeits-Hebel angesetzt werden kann.

Fangen wir einmal mit den Weihnachtsbäumen an, die für 78 Prozent der Besucher untrennbar zu jedem Weihnachtsmarkt dazugehören. Mittlerweile setzen viele deutsche Weihnachtsmärkte nicht mehr auf Billigware. Ganz im Gegenteil, sie beziehen ihre kleinen und großen Tannen direkt von einem Erzeuger aus der Region. Ein wichtiges Kriterium ist hierbei natürlich auch der nachhaltige Anbau der Gehölze nach den Standards der nachhaltigen Forstwirtschaft.
Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass die Veranstalter die Bäume nach dem Ende des jeweiligen Weihnachtsmarkts nicht achtlos wegwerfen. Bäume, die noch „gut“ sind, lassen sich wiederverwenden. Gerade Bäume, die von Weihnachtsmärkten stammen, die schon vor den Weihnachtsfeiertagen ihre Pforten schließen, bekommen so ein „zweites Leben“ als Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Bei kleineren Bäumen ist es mittlerweile auch üblich, diese im Pflanzkübel aufzustellen, sodass die Tannen wieder eingepflanzt werden können.

Ein nachhaltiges Lichtermeer nützt allen

Auf jedem Weihnachtsmarkt glitzern tausende Lichter und sorgen somit für eine ganz besondere Stimmung. Kein Wunder, dass sich 79 Prozent der Deutschen einen Weihnachtsmarkt ohne Lichterketten nicht vorstellen können. Das Problem an dem Lichtermeer ist allerdings der enorme Stromverbrauch. Denn noch immer kommen auf den meisten Märkten die mit Strom fressenden Glühbirnen ausgestatteten Ketten aus Großmutters Zeiten zum Einsatz.
Einige Märkte wie der traditionelle Weihnachtsmarkt in Bozen setzen daher auf hohe Energieeffizienz. Und das in der Regel durch energieeffiziente Beleuchtung in Form von LED-Lichterketten. Das Ergebnis? Ein bis zu 90 Prozent geringerer Stromverbrauch für die Beleuchtung und ein bedingt durch die LED-Technologie noch faszinierenderes Farbenmeer. Auch auf dem traditionellen Christkindlesmarkt in Nürnberg setzt man auf energieeffiziente Beleuchtung. Für die Versorgung des Marktes mit Energie bezieht man dort sogar Strom aus regenerativen Quellen. Ein Konzept, das allen guttut.

Nachhaltige Glühweinstände und Bio-Bratwurst

Auch der Glühwein ist auf einigen Weihnachtsmärkten bereits nachhaltiger als anderswo. Den Anfang macht auch hier wieder der Nürnberger Christkindlesmarkt, dessen Buden ausschließlich aus heimischen Fichten bestehen. Ähnlich nachhaltig geht es auf den meisten deutschen Weihnachtsmärkten auch bereits in Sachen Trinkgefäßen zu. Während große Märkte wie der in Brüssel stattfindende „Winter Wonders Christmas Market“ erst in diesem Jahr im Rahmen des „Ecocup“-Projekts flächendeckend auf Pfandbecher setzt, sind Pfandtassen in Deutschland bereits seit Jahrzehnten nicht die Ausnahme, sondern die Regel.
Vielerorts beginnt man allerdings zunehmend, auch Plastikgeschirr, -besteck und -verpackungen von den Weihnachtsmärkten zu verbannen. Einen großen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Weihnachtsmärkte leisten natürlich auch die zahlreichen Imbissbuden. Auch hier steigt das Angebot an Leckereien aus biologischem Anbau zunehmend. Ganz gleich, ob Lebkuchen, fair gehandelte heiße Schokolade, Bratäpfel, Glühwein vom Winzer um die Ecke oder aromatische Würstchen vom Bio-Bauernhof. Bio steht auf nahezu allen Weihnachtsmärkten voll im Trend.

Alternative Weihnachtsmärkte bieten Nachhaltigkeit in jeder Ecke

Abseits der klassischen Weihnachtsmärkte steigt auch das Angebot an alternativen Weihnachtsmärkten an. Immer mehr Märkte verschreiben sich ganz Themen wie Nachhaltigkeit, Ökologie oder sogar dem komplett veganen Weihnachtsmarkt. Auf Märkten wie dem „The Green Market“ in Berlin sucht man tierische Produkte beispielsweise ebenso vergebens wie Plastik. Trotzdem reicht das Angebot von allerlei Köstlichkeiten über handgemachten Schmuck und Dekoartikel bis hin zu Naturkosmetikprodukten.
Gleich Nebenan bürgt der Adventsökomarkt der „GRÜNEN LIGA“ für eine ressourcenschonende Produktion der angebotenen Leckereien vom Grillwürstchen bis zum Bratapfel. Weihnachtsmärkte wie der „Faire Weihnachtsmarkt“, der „Ökologische Weihnachtsmarkt“ oder der „Wunder Wandel Weihnachtsmarkt“ setzen auf nachhaltige Kleidung und Spielzeuge. Und wer es zu 100 Prozent vegan mag, der ist auf dem „Veganen Weihnachtsmarkt“ in Leipzig bestens aufgehoben.

Hier geht’s zu den Weihnachtsmärkten:

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