Ökologischer Urlaub mit dem Camper

Flexibel, frei und mitten in der Natur – das macht für viele den Reiz eines Urlaubs im Camper aus. Im Vergleich zu Flugreisen und Städte-Trips wurde Camping-Urlaub in den vergangenen Jahren immer beliebter. Eins sein mit der Natur – bei einer Fahrt mit dem Camper kein Problem.

Ökologischer Urlaub mit dem Camper
Bild: Andrey Armyagov / stock.adobe.com

Dabei muss es längst nicht mehr nur der Trip an den Gardasee oder an die Ostsee sein. Viele Urlauber verbringen ihren Camping-Urlaub in Kanada, Island oder Skandinavien. Diese Länder bieten beeindruckende Landschaften, Naturspektakel und unberührte Gebiete. Inzwischen finden sich Campingplätze überall in der Natur – sei es in den Bergen, an Küstengebieten, in Wäldern oder in der Heide – hier hat man die Qual der Wahl und schlussendlich sollten die persönlichen Vorlieben über das Reiseziel entscheiden. In einigen Ländern ist sogar Wildcamping erlaubt, sodass mit dem Camper auch in völliger Wildnis und abseits von der Zivilisation übernachtet werden kann. Solch ein besonderes Naturabenteuer ist in Schweden, Norwegen oder Schottland – abgesehen vom Campen in Naturschutzgebieten und Nationalparks – überall möglich.

Immer mehr ökologische Campingplätze

Viele Campingplätze liegen nicht nur mitten in der Natur – sie werden auch immer naturbewusster. Inzwischen gibt es in Deutschland und ganz Europa bereits viele Campingplätze, die mit einem Öko-Siegel ausgezeichnet sind. Sie nutzen saubere Energien, achten auf reduziertes Abwasser, befolgen eine strikte Mülltrennung und benutzen Zeitschaltuhren für Duschen und Klimaanalagen. Häufig werden auf diesen Plätzen auch ökologisch hergestellte Lebensmittel angeboten. Wer also nicht nur einen naturnahen, sondern auch einen nachhaltigen und bewussten Campingurlaub verbringen will, achtet am besten auf ein vorhandenes Öko-Siegel bzw. das ökologische Engagement der Platzbetreiber.

Beim Campen ökologisch richtig verhalten

Mit den richtigen Tipps kann auch das eigene Verhalten im Camping-Urlaub ökologisch werden. Dank einer guten Vorbereitung und Planung lässt sich beim Urlaub mit dem Camper gerade beim Kochen und der Hygiene viel Müll vermeiden. In der Regel wird im Campingurlaub Geschirr aus Plastik und Pappe verwendet. Umweltfreundlicher ist es, diese Wegwerfoptionen durch wiederverwendbares Geschirr aus Edelstahl oder Emaille zu ersetzen. Das Kochen mit Alufolie für Folienkartoffeln oder Fisch ist nicht nur gesundheitlich strittig, sondern auch nicht besonders ökologisch. Eine alte Pfanne aus Gusseisen bietet eine gute Alternative für das Kochen im Freien.

Grundsätzlich gibt es keine Einwände, beim Camping in freier Natur das Dusch- und Abwaschwasser auch ins Freie abzulassen – allerdings müssen die verwendeten Seifen und Reinigungsprodukte dann biologisch abbaubar sein. Viele Bioläden und Kosmetikgeschäfte bieten ökologisch einwandfreie Produkte wie Naturshampoo oder pflanzliche Zahnpasta an. Das Naturprodukt Kokosöl ist ein geeigneter Ersatz für Bodylotion oder Make-up-Entferner.

Der Natur ganz nah

Ein Urlaub im Camper ist genau das Richtige für Naturliebhaber, Freiheitsgeister und alle, die ihren Urlaub flexibel und unabhängig gestalten wollen. Hier bietet kein Veranstalter, sondern die Natur selbst das Programm: Sei es der Sonnenaufgang an der Küste, die Wildtiere im Wald, eine atemberaubende Pflanzenwelt oder ein Abend am Lagerfeuer in der Wildnis.
Schließlich sei noch angemerkt, dass eine Fahrt im Camper die wohl umweltschonendste Urlaubsvariante ist: Im Vergleich zu Flugreisen erzeugen Campingwägen deutlich geringere CO2-Ausstöße. Fahren mehrere Personen im Camper mit, reduziert sich die CO2-Bilanz noch zusätzlich für jeden Mitreisenden. Kombiniert mit umweltbewusstem Verhalten, steht einem ökologischen Natururlaub mit dem Camper nichts mehr im Wege.

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